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Wenn Abschied zwei Seiten hat ❤️

13. Sept.
2 Min. Lesezeit

Manchmal ist ein Abschied im Tierheim etwas Wunderschönes.


Dann steht die Transportbox bereit, letzte Streicheleinheiten werden verteilt und ein Tier macht sich auf den Weg in sein neues Zuhause. Zurück bleiben ein paar Tränchen, aber vor allem ganz viel Freude. Denn genau darauf haben alle gehofft.


Ob dort noch viele gemeinsame Jahre warten oder vielleicht nur einige schöne Wochen, ist gar nicht das Entscheidende. Wichtig ist, dass ein Tier ankommt. Dass es geliebt wird. Und dass es seine Zeit in Geborgenheit verbringen darf.


Doch Abschied hat noch eine andere Seite.


Wer Tiere begleitet, lässt sie nah an sich heran. Anders geht es kaum. Unsere Mitarbeitenden, die Pflegestellen und die Katzenkuschler erleben, wie aus Angst langsam Vertrauen wird. Wie ein Tier wieder frisst, Nähe zulässt oder zum ersten Mal entspannt einschläft.


Sie erleben aber auch die Momente, in denen ein Tier in einem Zustand zu uns kommt, der einen schlucken lässt. Krank, verletzt, verängstigt oder völlig erschöpft. Nicht alles, was unsere Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen sehen, kann man am Ende der Schicht einfach im Tierheim lassen. Manche Bilder, manche Schicksale und manche Sorgen nimmt man mit nach Hause.


Und manchmal muss man Abschied nehmen.


So war es auch bei Kater Lars. Mit seinen 17 Jahren durfte er seine letzte Zeit auf einer Pflegestelle verbringen. Dort wurde er von seinem Pflegefrauchen liebevoll umsorgt und auch in seinen letzten Stunden begleitet.


Lars war nicht allein. Er durfte in vertrauter Umgebung und bei einem Menschen gehen, dem er sehr am Herzen lag. Für ihn bedeutete das Geborgenheit bis zuletzt. Für sein Pflegefrauchen bedeutete es aber auch, einen liebgewonnenen Gefährten gehen lassen zu müssen.


Diese Seite der Tierheimarbeit sieht man von außen nicht immer. Hinter jedem Tier stehen Menschen, die mitfiebern, hoffen, sich freuen und manchmal auch trauern. Menschen, die sehr viel auffangen und trotzdem am nächsten Tag wieder da sind, weil schon das nächste Tier ihre Geduld, ihre Kraft und ihre Zuwendung braucht.


Manche Abschiede lassen uns lächeln. Manche tun weh. Und manche sind beides zugleich.


Was sie alle verbindet, ist die Liebe, mit der ein Tier auf seinem Weg begleitet wurde. Bis in ein neues Zuhause. Oder bis zuletzt. ❤️

 
 
 

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