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Wenn du sie kennen würdest...

vor 7 Tagen
2 Min. Lesezeit

Welttierschutztag


Manchmal denken wir hier im Tierheim: Wenn du diesen Hund nur einmal kennenlernen würdest. Wenn du sehen könntest, wie er sich freut, sobald ein vertrauter Mensch um die Ecke kommt. Oder wenn du bei dieser Katze sitzen würdest, die sich zunächst kaum hervortraut und dann doch neugierig ein Stückchen näher rückt.


Vielleicht würdest du dann verstehen, warum sie uns so ans Herz wachsen.


Heute ist Welttierschutztag. Und wenn wir überlegen, was wir dir dazu erzählen möchten, landen unsere Gedanken immer wieder bei den Tieren, die gerade bei uns leben. Bei denen, die erst seit Kurzem da sind und sich noch zurechtfinden müssen. Und bei denen, deren Gewohnheiten wir inzwischen ganz genau kennen, weil sie schon so lange auf ein Zuhause warten.


Es macht etwas mit einem, ein Tier über längere Zeit zu begleiten. Man merkt, wenn es einen schlechten Tag hat. Freut sich, wenn es wieder spielen mag. Und irgendwann weiß man, an welcher Stelle beim Spaziergang unbedingt noch geschnüffelt werden muss und welches Spielzeug offenbar das allerbeste ist.


Besonders nahe gehen uns die vorsichtigen Tiere. Die, bei denen man sich anfangs fragt, wie man ihnen helfen kann. Man setzt sich dazu, hält ein bisschen Abstand, versucht es am nächsten Tag wieder. Und manchmal passiert lange nichts, zumindest nichts, das man sofort bemerkt.


Bis eine Katze zum ersten Mal liegen bleibt, statt sich zu verstecken. Oder ein Hund von sich aus Kontakt sucht, der uns bisher lieber aus dem Weg gegangen ist. Dann freuen wir uns und erzählen es den anderen, weil wir wissen, wie viel dieser kleine Schritt bedeutet.


In solchen Momenten steckt für uns ganz viel Tierschutz. Jemand hat sich Zeit genommen, ist drangeblieben und hat versucht zu verstehen, was dieses Tier braucht.


Natürlich gibt es auch Tage, an denen uns die Arbeit schwerfällt. Wenn ein Tier krank ist. Wenn wir seine Vorgeschichte erfahren. Oder wenn wieder niemand nach dem Hund gefragt hat, für den wir uns schon so lange ein Zuhause wünschen.


Gerade bei unseren langjährigen Bewohnern denken wir oft: Da müsste doch irgendwo ein Mensch sein, zu dem du passt. Einer, der dich kennenlernen möchte und dir die Zeit gibt, die du brauchst.


Bis dahin begleiten wir sie weiter. Und wir sind froh über alle, die uns dabei helfen. Die regelmäßig zum Spazierengehen kommen, bei den Katzen sitzen, mit anpacken oder mit einer Spende dafür sorgen, dass wir unsere Tiere gut versorgen können. Auch über Menschen, die eine Tiergeschichte teilen und damit vielleicht genau die richtige Person erreichen.


Zum Welttierschutztag wünschen wir uns, dass unsere Tiere gesehen werden. Dass jemand bei einem Foto hängen bleibt und mehr erfahren möchte. Vielleicht auch bei einem Tier, das ihm zunächst gar nicht aufgefallen wäre.


Wenn du sie kennen würdest, würdest du bestimmt verstehen, warum wir uns das so sehr wünschen. ❤️


Hat dich unser Beitrag berührt? Dann teile ihn gerne über die Teilen-Funktion oder hinterlasse uns einen Kommentar. Damit hilfst du uns, mehr Menschen zu erreichen und unsere App bekannter zu machen. Wir freuen uns über alle, die dazukommen und unseren Tierheimalltag begleiten möchten.



 
 
 

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